Über den Atlantik

 


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 Der Start von Fogo, auf den Kap Verden (08.03), zu unserem ersten Wegpunkt, die Inseln Sao Pedro und Sao Paula verlief ohne Probleme. Der in der Winddüse beschleunigte Wind zwischen Fogo und Brava drückte uns schnell nach Süden. Noch in der gleichen Nacht setzte eine Flaute von 8 Stunden ein, wo wir uns dann treiben ließen. Der drauf folgende Tag brachte gerade mal 2-3 Knoten Wind und somit dümpelten wir vor uns hin. Intermar-ev. hatten wir vor Antritt der Reise gebeten, uns wieder Wetter zu geben, um die auf uns zukommenden Wetterverhältnisse in Erfahrung zu bringen. Also lauschten wir täglich auf 14.313 Khz um 08:30 UTC und um 16:30 UTC. Auf einer Breite von 04°30`N fing es an zu regnen, begleitet von Windböen und einer Temperatur um die 32 °C. Die Wassertemperatur im Atlantik war zu der Zeit 28,5 °C. Je näher wir nun dem Äquator kamen, um so weniger Wind herrschte vor. Der anfangs wehende Wind von im Durchschnitt 15 Knoten ging nun auf 3-5 Knoten zurück.

     

Am 17.3. um 08:15 Uhr passierten wir den Steinhaufen Sao Pedro und Sao Paulo, die auf 0°55`N, 029°30`W liegen. Schon aus über 10 sm konnten wir das Leuchtfeuer sehen. Als wir auf 200 Meter an den Inseln heran waren, sprach man uns auf Kanal 16 an und fragte woher und wohin es gehen soll. Er würde hier die Fischereiaufsicht machen und wartet noch das Leuchtfeuer und sonst langweilt er sich hier zu Tode. Am folgenden Tag überquerten wir früh morgens um 05:51 UTC den Äquator auf

     

 029°55 West, leider unter Motor. Nun haben uns die Kalmen im Griff, kein Wind, Regenschauer hier und da, wir kommen uns vor als wären wir hier auf einem Mienenfeld, man weiss nie wann und wo es einen erwischt (Regenböen). Dann gibt es da auch noch diese dumme und kapplige See, aber wir haben es ja nicht anders gewollt!. Nach 2 Tagen Motoren kam endlich beständiger Wind aus SE, nun konnten wir hoch am Wind Fernando de Noronha anlaufen. Aber auch nur einen Tag lang und dann begann das Mistwetter wieder von vorne, Regen und kein Wind oder Regenschauer mit zu viel Wind, und dabei kommt man beschissen voran!!. Am 20.03, nach 12 Tagen / 11,5 Stunden, fiel nach 1312 sm unser Anker auf 16 Meter. 

     

Es ist ein sehr rolliger Ankerplatz und wohl der teuerste auf der Welt. Wir zahlten für 3 Tage 180,- Euro, aber wenn man nun schon mal hier ist, will man sich die Insel auch ansehen und kneift alle Augen zusammen. Da es hier sehr warm ist (35 °C) hatten wir nicht viel Lust etwas zu Fuß zu unternehmen und so fuhren wir mit einen Minibus quer durch die Insel, und schauten uns einige Buchten mit herrlichen Sandstränden an. Alle 30 Minuten kam der nächste Bus und kutschierte uns dann weiter. Am Schluss des Tages gingen wir in einen der 3 Supermärkte und füllten unsere Vorräte wieder etwas auf. Aber das man hier unbedingt einen Stopp einlegen muss? Nein! Ein nächstes mal bestimmt nicht mehr. Es ist das Geld am Anker nicht Wert.

    

Zu guter letzt war dann noch unser Schlauchboot zu beklagen, wir fanden es mit einen 50 cm langen Riss nach einem Landausflug vor. Halb am Absaufen dümpelte es am Schwimmponton, wo sich das Boot in ein herausstehendes Winkeleisen gebohrt hatte. Nun werden wir uns wohl in Salvador ein neues kaufen, hoffentlich haben die da was gescheites!. Als wir Anker auf gingen, kam noch eine Delphinschule an uns vorbei und zeigten uns ihren Nachwuchs, der uns neugierig begutachtete. Wir wählten den nördlichen Weg um Fernando de Noronha um keine Höhe zum Festland zu verschenken. Kat. Twissle ging im Süden herum und büßte somit über 10 Meilen ein. Aber nach 2 Tagen waren wir wieder auf der gleichen Länge und wirklich was gebracht hat es nicht. Das Segeln nun war sehr angenehm, Wind aus ESE mit ca. 10 Knoten und einer sehr flachen Welle. Genau so kann es bis Salvador bleiben, wo wir uns dann erst einmal ausruhen wollen. Aber es wäre doch zu schön um wahr zu sein, wenn der Wind geblieben wäre. Die nächsten Tage segelten wir nur um die 3 - 4 Knoten und die letzten Meilen nach Salvador zogen sich endlos dahin. Zum Schluss war auch der Einsatz der Unterwassergenua nicht länger auf zu schieben, und so motorten wir die letzten Stunden nach Salvador.

     

Nach weiteren 768 sm in 7 Tagen / 3 Stunden und mit einem Durchschnittlichem ETMAL von 105 sm erreichten wir Salvador de Bahia in Brasilien.

 


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