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Vanuatu     23.09.2009

Die Reise von Fiji verlief mal wieder recht sportlich, Wind aus SE mit 20 Knoten und mehr begleiteten uns auf der 460 sm lange Reise. Nach 4 Tagen kamen wir auf der Insel "Tanna" an und ankerten in Port Resolution, den einzigem Ort, wo man auf Tanna vernünftig ankern kann. Besuchen wollten wir den 361 Meter hohen Vulkan Yasur, der noch recht aktiv ist. Nachts konnten wir ihn aus 17 sm Entfernung glühen sehen, aus 4 sm Entfernung konnte man mit dem Fernglas glühende Gesteinsbrocken durch die Luft fliegen sehen und da wollen wir rauf ?

     

Aber zuerst mussten wir noch nach Lenakel, einen Ort an der Westküste, wo wir einklarieren mussten. Mit einem Pick Up fuhren wir quer durch Tanna, was für ein Abenteuer. Durch den Urwald, vorbei an kleinen Dörfern und am Fuß des Vulkans vorbei. Zwischendurch mussten wir an einer Tankstelle nachtanken, eine Bretterhütte mitten im Urwald und der Diesel wurde in 5 Literkanistern nachgekippt. 5 Liter sind hier eine Gallone und kosten 1.400,-Vatus.

     

Nach 1,5 Stunden Fahrt sind wir dann in Lenakel angekommen und wurden zu den einzelnen Behörden geführt. Alles zusammen bezahlten wir für das Einklarieren 10.000,- VATUS, wobei 100,-VATUS 0,70 Euro sind.  Der einzigste Anziehungspunkt war der Markt. In der Nähe sind kleine Geschäfte und alles ist sehr einfach gehalten.

     

Am anderen Tag wollten wir den Besuch auf dem Vulkan machen, welcher aber buchstäblich ins Wasser fiel. Es regnete an diesem Tag Bindfäden. Aber am nächsten Tag um 16:00 Uhr versammelten wir uns mit noch anderen Seglern im Dorf, wo ein Pick Up auf uns wartete. Mit diesem fuhren wir auf den Vulkan.Es waren so um die 50 Menschen, die sich das Schauspiel anschauen wollten. In einem sicheren Abstand konnten wir verschiedene Explosionen beobachten. Der Knall war manchmal mit einer spürbaren Druckwelle begleitet. Als Beilage flogen mal mehr mal weniger Lavabrocken durch die Luft. Einer landete ca. 80 Meter vor uns und erst nach 10 Minuten glühte er nicht mehr.

     

Am anderen Tag besuchten wir die gegenüber liegende Seite von unserem Ankerplatz, wo wir vom Schiff aus Vulkanismus beobachtet hatten. Es qualmte immer wieder mal aus dem Grünzeug heraus und das wollten wir mal genauer unter die Lupe nehmen. Aus Felsspalten qualmte es und der Geruch erinnerte einen an faule Eier, also muss dort Schwefel in der Luft gewesen sein. Im Dorf konnten wir Kinder beobachten die Kochbananen in ein Wasserloch kochten. Das Wasser, welches dort heraus sprudelte, hatte über 90°C.

     

Ein weiteres Dorf welches wir besuchen konnten, zeigte uns wie man aus Palmenblätter Körbe flechtet. Ein Mann lief mit nackten Füßen über erhitzten Steine. Aber alles hatte auch hier seinen Preis, denn man verstand es aus den Seglern Geld heraus zu holen. Für 700,- Vatus (4,90 Euro) war man dabei.

     

Eine Schule, wo wir etwas Papier und Stifte spenden wollten, fanden wir schnell. Ganze 8 Klassen gab es dort und genau so viele Lehrer. Da gerade Pause war, führte uns eine Lehrerin in der Schule herum. In einer Klasse sahen wir einen Zettel an der Wand mit den 10 goldenen Schulregeln, wo unter Nr.7 stand "Komme jeden Tag zur Schule". Es fiel uns auf, je höher die Klasse wurde um so weniger Stühle und Tische standen dort drin. Wahrscheinlich wurden die restlichen Schüler, zu Hause in den Gärten gebraucht.

     

Von Tanna segelten wir 136 sm nördlicher nach Efate, wo wir nach Port Vila kamen, der Hauptstadt von Vanuatu. Der Vergleich war erschreckend, nichts mehr mit Urwaldstimmung, hier herrscht Großstadtleben. Man bekommt wieder fast alles zu kaufen und vor allem gibt es wieder Internet, das Ohr und das Auge zur Welt. 


2. Teil  12.10.2009

Das erste was wir hier in Port Vila machten, war unser Visa für Australien zu beantragen. Als wir die Anträge ausgefüllt hatten, bezahlten wir bei der Abgabe jeder 9.400,- Vatu. Nach 5 Tagen bekamen wir unsere Visa. Wir dürfen ganze 9 Monate am Stück bleiben, danach müssen wir wieder raus, für nur einen Tag. Wenn wir dann wieder in Australien einreisen gibt es weitere 9 Monate. Das Visa hat eine Gültigkeit  bis Oktober 2011. Also genügend Zeit um Australien kennen zu lernen.

     

Um die Insel Efate besser kennen zu lernen, mieteten wir uns für einen Tag ein Auto. Die Umrundung dauerte einen ganzen Tag und betrug 135 Km. D ie Straße ist zu 50% geteert und der Rest ist Holperstraße, wobei man bemüht ist den Rest auch noch zu teeren. 

     

Besucht haben wir viele Strände an der Ostseite und die Mele Wasserfälle, die einen Eintritt von 1500,- Vatu p.P. erfordern. Für den Besuch sollte man sich mindestens 2-3 Stunden Zeit nehmen und die Badesachen nicht vergessen.

     

Port Vila selbst hat nicht viel zu bieten, einen großen Markt und gute Einkaufmöglichkeiten. Aber alles hat seinen Preis, es ist hier alles etwas teurer als in NZ und Fiji. Sagen muss man aber noch, daß Michael ein Cafe gefunden hat, wo er ein hervorragendes Eis bekommt. Na das hat er dann doch fast jeden Tag besucht.

     

Am 8.Oktober kurz vor 10:00 Uhr bekamen wir über UKW 16 eine Tsunamiewarnung. Ungefähr 300 sm Nord-Westlich von Port Vila  gab es ein Beben der Stärke 8,3. Nach und nach leerte sich der Hafen und die Ankerplätze. Viele Boote suchte das tiefere Wasser auf, um nicht bei einer Tsunamiewelle zu Schaden zu kommen. An Land wurden viele Geschäfte geschlossen und man suchte höhere Orte auf. Es soll eine 20 cm hohe Welle gekommen sein, bemerkt haben wir nichts davon. 11:30 Uhr wurde Entwarnung gegeben und das normale Leben ging weiter.

Von hier sind wir am 13.10. nach Australien gestartet und auf dem Weg dort hin besuchen wir noch das Huon Riff und Chesterfield Riff. Es sind Riffe die zu Neukaledonien gehören, aber weit vom Festland weg sind. Mal sehen was wir da so erleben? Am 15.11 wollen wir in Australien / Bunderberg ankommen, bis dann denn...


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