Teil 3   Auto-Tour auf der Nordinsel  08.02.2008

 


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Endlich mal Urlaub vom Urlaub machen! Sich seine Umgebung mal genauer ansehen. Auf der Fahrt nach Cape Reinga sind  wir auf der 10 an Mangonui vorbei gekommen. Dort, so sagt man, soll man die besten Fish & Ships bekommen. Scheint zu stimmen, denn ich musste über eine Stunde auf unsere Portionen warten. Sie waren auf alle Fälle besser, als was wir vorher an Fish & Ships gegessen hatten.

     

Die letzten 20 km nach Cape Reinga fährt man auf einer Schotterstraße. Man war das eine staubige Angelegenheit, wenn einer entgegen kam. Ein LKW mit Holz beladen nahm uns für 1 Minute die totale Sicht und im Auto herrschte Atemnot. Angekommen am Cape hatten wir eine herrliche Aussicht auf die Umgebung.

     

Hier treffen auch der Pacific und die Tasman See zusammen, welches man an der Wellenbildung und der Strömungskante gut erkennt. Da wir spät Abends erst da waren, hatten wir Glück, die Einzigen da zu sein und konnten die Ruhe genießen. Am Cape Reinga gehen die Seelen der Maoris in die Ewigkeit ein - so sagt man.

     

Am anderen Tag fuhren wir zu den über 80 Meter hohen Sanddünen, wo man erklimmen kann. Geteilt werden diese von einem Bach. Dieser wird als Weg benutzt, um von Süden kommend auf der Ninety Mile Beach, diese wieder zu verlassen. Der große Vorteil ist, das der salzige Sand wieder abgespült wird, da es Süßwasser aus einem See ist.

     

Wir sind nicht die Ninety Mile Beach entlang gefahren um eben das Auto nicht dem Salz auszusetzen. In Wirklichkeit ist der Strand nur 64 Meilen lang und keine 90 Meilen. Oder rechnet der eine in Seemeilen und der andere in Landmeilen? Wir sind dafür den Bach 2 Mal gefahren und hatten unseren Spaß als das Wasser um uns herum spritzte. Möchte man unbedingt auf die Ninety Mile Beach fahren, so kann man es mit einem Bus machen, die extra dafür gebaut sind. Somit hat man später den Ärger nicht, wenn einem das Auto wegrostet oder im Sand stecken bleibt. Aber aufgepasst - hier sind Tidengewässer und das heisst, das Wasser kommt auch wieder an den Strand. Wir haben gehört, das der eine oder andere schon gerettet werden musste. 

     

Übernachtet hatten wir in einem Cabin für 55,- NZ$ die Nacht. Dusche und Toilette waren dabei, gekocht wurde in der Gemeinschafsküche. Die Betten waren so weich, daß wir froh waren, wieder in unsere eigenen schlafen zu dürfen.

     

Auf der Rückfahrt ca. 15 km vor Awanui biegt man links zum "Gumdiggers Park" ein. Dieser ist gut ausgeschildert. Der Eintritt kostete 10 NZ$,. Hier wurde auf einem Rundweg das Leben und Arbeiten der Menschen nachgestellt, die zwischen 1870 und 1920 verstärkt nach Kauri Gum gegraben haben, welches mit Bernstein zu vergleichen ist. Wird ein Kauribaum verletzt, produziert er große Mengen von harzigem Saft um die Wunde zu schließen. Der Saft gerinnt zu harten Klumpen und fällt später zu Boden, wo er im Waldboden nach und nach verschwindet. Nach Tausenden von Jahren verhärtet sich der Saft zu versteinertem Kauri Kopal (Bernstein).

     

( B i l d e r   v o n   P o s t k a r t e n )

     

Dieser wurde in gegrabenen Erdlöchern ans Tageslicht befördert und in Säcke abgefüllt, um ihn dann nach Europa zu verkaufen, woraus z.B. Qualitätslacke hergestellt wurden. Nach dem ersten Weltkrieg ging die Anfrage nach Kauri Gum zurück, da billigere Substanzen entwickelt wurden. Heute findet man Kauri Gum als Schmuck verarbeitet vor.

     

In Awanui besuchten wir einen Touristenladen, wo Kauriholz zu Mitbringseln verarbeitet wird. Im Laden findet man einen Kauristamm der zu einer Treppe verarbeitet worden ist. Der Stamm wurde ausgehöhlt und als Treppe umgearbeitet. In diesem  kommt man in den 2. Stock, wo weitere Souvenirs zu finden sind. Begehrt sind Teller mit kunstvoll verzierten Rändern. Diese gibt es je nach Größe von 250,- NZ$ bis zu 4.000,- NZ$.

     

Waitangi ist der Ort, wo am 06.02.1840 der Vertrag zwischen den Maori und der englischen Regierung unterzeichnet wurde. Dieser historische und nationale Ort wird jedes Jahr am 6. Februar von Maori und einer europäischen Delegation zu einer feierlichen Zeremonie genutzt. Zu sehen war das 35 Meter lange Kriegskanu (Ngatokimatawhaorua), welches eine Mannschaft von 76 Ruderern benötigt und insgesamt bis zu 100 Maori befördern kann. Es wurde aus insgesamt 3 Kauribäumen gebaut, welche zusammengefügt wurden. Das Versammlungshaus ist von innen mit vielen Holzschnitzereien verziert  und wird heute noch von den Maori benutzt.

     

( B i l d e r   v o n   P o s t k a r t e n )

  

Die Feierlichkeiten am 6. Februar fangen schon um 5:00 Uhr Morgens an. Mit dem Sonnenaufgang werden bei den Maori Ansprachen gehalten und anschließend beginnt der Start von den Waka (Kanu) -Wettfahrten. Als wir dann um 10:00 Uhr kamen, schipperten die ersten Waka´s wieder ein. Um 12:00 Uhr wurde am damaligen Ort der Vertragsunterzeichnung salutiert. Nebenbei demonstrierten einige Maori gegen diesen Vertrag und nennen die Briten Lügner, da sie Vertragsbruch begannen haben.

     

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