Opua   Neuseeland    03.11.2007

 


   Home / Index     Wir    Link´s Mail: kat.tanoa@gmail.com    Jacht-Technik      nix
Position "Tanoa" Reiseroute Kat "Tanoa" Logbuch / Reiseberichte Oh Schreck, kaputt Bildergalerie

 Neuseeland Teil 2  28.01.2008

Neuseeland Teil 3  08.02.2008

Neuseeland Teil 4  12.03.2008

Neuseeland Teil 5  01.12.2008

Neuseeland Teil 6   20.04.2009


An den letzten 2 Tagen vor Landfall auf Neuseeland, wo wir motoren mussten, konnten wir einen Albatros beobachten, der vor uns den Weg frei machte. Dabei musste sich der arme Kerl ganz schön ins Zeug legen um ab zu heben. Je weiter wir nach Süden kamen, um so später wurde es dunkel. Das Dumme! Es wurde auch immer kälter, 18 °C kamen mir wie gefühlte 5 °C vor, man gut das wir Warmwasserheizung hatten, welche ich über das Kühlwasser der Motoren betreiben konnte.

     

Mindestens 48 Stunden vor Landfall will der Zoll über die Einreise der Jacht benachrichtigt werden. Dafür gibt es extra einen Fragebogen der per Fax oder E-Mail verschickt werden muss. Einen Tag vor Landfall benachrichtigte ich über SSB Russel-Radio. Sie benötigten unser ETA, also die ungefähre Ankunftszeit in Opua, wo wir Einklarieren wollten. Unsere Ankunftszeit wird dem Zoll und der Umweltbehörde  der MAF weiter gegeben. An der Innenkante des Wellenbrechers der Marina Opua gibt es einen Bereich (Quarantäne Pier), wo man anlegt und auf die Behörden wartet. Alles ging schnell und unkompliziert. Über UKW 12 meldeten wir uns bei der Marina, um nach einen Hafenplatz zu bitten. "Oh da habt ihr Glück, einen Platz haben wir noch für Katamarane". Dann beim bezahlen fragte man uns wie lange wir den Platz brauchen. Nun, bis Ende März 2008 denken wir. Nein! Das sei unmöglich 1 bis 2 Wochen, dieser Platz ist Privat und der Eigner möchte den Platz dann haben. OK, dann so lange wie es geht! Als man den Computer fragte, wie lange wir bleiben dürfen, strahlte die Frau über alle "Backen", ihr habt Glück! Großes Glück! Noch mehr Glück ... ! Der Eigner segelt für 1 Jahr nach Australien und somit ist er für euch frei! Toll! Nun hatten wir einen Platz in der Marina mit Strom und Wasser, das alles für 340,-Euro im Monat.

  

Am schwarzen Brett waren 3 Autos zum Verkauf angeschlagen. Ein Van für 3000,- NZ$ war genau das, was ich mir vorgestellt hatte, denn darin konnte man auch mal eine Nacht schlafen. Sylvia war davon überhaupt nicht begeistert und schon deswegen musste nun alles ganz schnell gehen. Beim Besitzer anrufen, Besichtigungstermin vereinbaren und Probe fahren. Der Wagen war 14 Jahre alt, Automatik und hier und da ein paar Kratzer im Lack, aber was will man von einen 14 Jahre alten Wagen erwarten. Der TÜV (Warrant of fitness), der hier alle 6 Monate gemacht werden muss, war auch erst 1 Monat alt. Nach kurzem hin und her konnten wir den Wagen unser Eigen nennen, für 2800,- NZ$ das sind ca. 1555,- Euro. Um-, beziehungsweise angemeldet wird das Auto bei der KIWI Bank, die in der Post sitzt. Für ein halbes Jahr bezahlten wir 105,- NZ$ Steuern, eine Haftpflichtversicherung kostete für ein halbes Jahr 229,- NZ$. Nach dem alles unter Dach und Fach war, bemerkten wir, das man uns fürchterlich betrogen hatte! Denn das Lenkrad war auf der falschen Seite!

     

Nun, das waren sie bei allen Autos, also Linksverkehr, wo ich nun mit fertig werden musste. Als erstes erkundeten wir die nähere Umgebung und immer schön links fahren. 2 mal musste Sylvia aufschreien, Fahrbahn wechseln! So was passiert immer beim rechts Abbiegen. Nach ca. einer Woche bekommt man, per Post, von der  "Land Transport" eine Art Fahrzeugbrief geschickt, welcher für den Wiederverkauf sehr wichtig ist.

     

Die Landschaft hat es in sich, saftige, grüne Wiesen, wo Kühe und Schafe weiden. An manchen stellen sieht es so wie in Deutschland aus, an der Küste, so wie in Schottland. Das lästige daran ist, das der Straßenverlauf sehr kurvenreich und rauf und runter geht.

     

In Kirikeri steht das älteste Steinhaus  Neuseelands, welches früher ein Lagerhaus war. Heute ist es ein Museum, wo man alte handwerkliche Maschinen betrachten kann. Einen Verkaufstresen wie er früher mal geführt wurde, ist auch zu sehen. Das Nachbarhaus konnte mit besichtigt werden, es war früher einmal ein Missionarshaus. Kirikeri ist ca. 30 Km von Opua entfernt und bietet alles was eine Kleinstadt so hat. Besonders interessant ist der Heimwerkermarkt und der Supermarkt "New World". Am Sonntag findet dort ein Bauernmarkt statt, wo alle Ländlichen Produkte gekauft werden können. Hier stehen auch die TO -Stützpunktleiter Erika und Klaus Wesche, der hervorragendes Brot verkauft, welches selbst gebacken wird.

     

Unsere erste Rundreise, um unseren Wagen auf Herz und Nieren zu prüfen, führte nach Hokianga Harbour an der Westküste. Dort konnte man an der Mündung eine große Sanddüne bestaunen. Hat man Lust darauf um her zu wandern, bringt einen ein kleines Boot herüber.

     

Fährt man die 12 weiter nach Süden, kommt man durch den Waipoua Forest, wo es noch riesige Kauribäume gibt.  Dieser Kauribaum heißt "Tane Mahuta" er soll über 2000 Jahre alt sein und ist 52 Meter hoch und hat einen Stammdurchmesser von 5,2 Meter. Der kleine Kauri ist 27 Jahre alt und gerade mal 3 Meter hoch. Die Bäume sind den Maori  bis heute heilig geblieben. Die größten Bäume erhielten deswegen eigene Namen, da sie für Gottes Kinder gehalten werden.

     

In Matakohe besuchten wir das Kauri Museum. Hier wird alles gezeigt, was mit der Verarbeitung der Kauribäume zu tun hatte. Viele Bilder sind zu sehen, wie einst den Bäumen der Gar ausgemacht wurde. Es wurde gnadenlos alles abgeholzt und da die Bäume sehr, sehr langsam wachsen, findet man nicht mehr so viele Bäume vor. Heute werden noch die alten Wurzeln aus die Erde geholt um sie zu verarbeiten. Daran sieht man den Wert dieses Holzes!

  

Die noch vorhandenen Kauri stehen nun unter Naturschutz. Im Keller des Museums ist ein Ausstellung von Kaurigum, welches mit Bernstein zu vergleichen ist. In manchen Steinen sieht man Schmetterlinge und sogar Eidechsen eingeschlossen.

     

Auf der Landkarte haben wir einen Ort mit Namen "Tanoa" gefunden und den  wollten wir unbedingt besuchen. Als wir ihn gefunden hatten, war die Enttäuschung groß. 2 Häuser und eine Kirche, mehr war nicht zu sehen. Von hier ging unsere Reise weiter nach Auckland, wo die "JOSI" in der Westpark Marina abgestiegen war.

     

Zusammen mit Jürgen und Ingrid machten wir am anderen Tag die Stadt unsicher, wir schauten uns die vielen Geschäfte an, in denen, alles was das Herz begehrt, zu haben ist. Von der Queens St. gehen noch viele Geschäftspassagen ab in denen viele kleine Geschäfte sind. Die Stadt strahlte nicht die Hektik aus wie sonstige Großstädte, hier konnte man gemütlich Bummeln gehen.

     

Auf unserer Rückfahrt nach Opua besuchten wir Whangarei, wo der eigentliche Treffpunkt aller Fahrtensegler ist. Mitte November war schon kein Platz mehr im Town Base zu bekommen. Bei Norsand, einer Bootswerft, reservierten wir vorsichtshalber einen Platz an Land, für die Zeit unseres Besuchs in Deutschland. 300,- NZ$ für aus dem Wasser holen und wieder rein, sowie 130,- NZ$ pro Woche an Land stehen. Whangarei hat alles, wovon ein Seglerherz träumt, Ausrüstungsgeschäfte, Supermärkte, Restaurants und Kleinstadtleben.

     

Aus Whangarei heraus, verfolgten wir ein Hinweisschild mit "Whangarei Falls". Dort fanden wir einen schönen Wasserfall vor. Um diesen Wasserfall führte ein Wanderweg, von wo aus man den Wasserfall, aus verschiedenen Perspektiven bewundern konnte. Von hier sind es dann noch ca. 1,5 Stunden Autofahrt bis nach Opua, wo man schon auf uns wartete.

     

Zwischenzeitlich waren weitere Jachten aus Tonga angekommen. Von einer Holländischen Jacht hörten wir, das sie für die gleiche Strecke, die wir in knapp 8 Tage segelten, 19 Tage brauchte. Auch von anderen Jachten hörten wir so manche Horrorgeschichte, wo so manches Segel gerissen ist. Da haben wir ja richtig Glück gehabt!

     

Nach 4 Wochen haben wir uns gut eingelebt, wir kennen alle Einkaufsmöglichkeiten in den verschiedenen Städten. Beim Linksfahren ist die Anspannung weg und so manche Kurve und Hügel fährt sich schon schneller.

Neuseeland Teil 2  28.01.2008

Neuseeland Teil 3  08.02.2008

Neuseeland Teil 4  12.03.2008

Neuseeland Teil 5  01.12.2008

Neuseeland Teil 6   20.04.2009


   Home / Index     Wir    Link´s Mail: kat.tanoa@gmail.com    Jacht-Technik      nix
Position "Tanoa" Reiseroute Kat "Tanoa" Logbuch / Reiseberichte Oh Schreck, kaputt Bildergalerie

 zurück zum Logbuch