Kolumbien    Cartagena de Indias    13.07.2006

 


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 Nach dem wir die Fußball WM hinter uns gebracht hatten. Sind wir von Curacao N.A. in 3 Tagen und 6 Stunden bei 461 sm in Cartagena angekommen. Hier wurden wir schon von "Bora Fem" mit Ingo und Regina erwartet. Die Überfahrt war die bisher schlimmste, die wir je mit erlebt haben. In der letzten Nacht hatten wir Wind um die 35 Knoten und eine 4-6 Meter hohe, steile Welle die sich hin und wieder mal gebrochen hat. 2 Mal sind wir mit je 10 und 11 Knoten die Welle herunter gesurft und in die vor uns stehend Welle geschossen, alles ohne Segel. Der gesamte Vorschiffbereich war bis zum Mast in der Welle drin. Das ganze Unwetter dauerte ca. 10 Stunden, wovon ich 9,5  Stunden von Hand steuern musste. Die elektrische Selbststeueranlage reagierte zu langsam. Wir hoffen, dass wir solch ein Wetter nicht noch einmal mit erleben müssen. Aber was soll's, man muss dann eben das beste daraus machen!

Schiffe die von Norden kommen, können bis zu einem Tiefgang von ca. 2 Meter durch die Einfahrt "Boca Grande" fahren, eine Abkürzung von ca. 13 sm. Zwischen den gut sichtbaren Tonnen ist es am flachsten, wir loteten eine Wassertiefe von 3,2 Meter. Danach nördlich am Ankerfeld vorbei fahren und eines der Fahrwasser wählen um bei "Punta Castillo Grande" Bb. ab zu biegen. Diese Einfahrt / Ansteuerung ist als einfach und sicher einzustufen. Schiffe mit größeren Tiefgang sollten die Einfahrt "Boca Chica" nehmen, es ist die Einfahrt für die Berufschifffahrt und dementsprechend gut ausgetonnt.

     

Das Einklarieren übernimmt ein Agent für ca. 60 US$, denn anders geht es nicht. Für uns hat es Manfred der TO Stützpunktleiter gemacht. Es ist ratsam sich per E-Mail vorher bei ihm anzumelden, Manfred.Al@gmx.net ,damit die Papiere vorbereitet werden können. Man ankert direkt neben einem Containerhafen und vor einem Jachthafen, Club Nautico. Die Wasserqualität lässt zu wünschen, nach 2 Wochen war unsere Ankerkette und Harnepos mit einer dicken, schleimigen Alge bewachsen. Im Club Nautico bezahlt man ca. 2,5 US$ pro Tag für Wasser und Dinghy, eine Wäscherei betreibt der Club auch (Waschen u. Trocknen 3,5 Euro). Unser erster Gang war zum nahegelegenen Supermarkt, wo wir unserer Lieblingsbeschäftigung nach gingen und die Preise mit Deutschland und anderen Ländern verglichen. Also, es ist auf alle Fälle billiger hier, als in Deutschland. Das Schöne am Supermarkt, man kann dort zu Mittag essen. Für 2 Personen mit O-Saft 4,50 Euro und es gibt Fisch, Hühnchen und sonstiges Fleisch zur Auswahl.

     

     

In einen 30 menütigen Spaziergang ist man am Rande der Altstadt und kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus. Die Stadt umgibt eine alte Festungsmauer, wo die Polizei ,mit Maschinengewehren bewaffnet ,ein Auge auf alles hält. Geht man durch die engen Straßen, wird man in eine andere Zeit versetzt. Viele alte und bunte Häuser mit hübschen Balkonen sieht man. Auf den Straßen ist es sehr ruhig, da in der Altstadt nicht so viel Autoverkehr ist. Dafür um so lauter am Rande der Stadt.

     

  Unser erster Gang war in eine Kirche, wo wir eine Kerze anzündeten, dass uns der liebe Herrgott auf der Überfahrt am Leben gelassen hat. Auf den Straßen laufen viele Händler herum, die ihre Waren von Obst bis Schmuck zum Verkauf anbieten. Hier und da trifft man Schuhputzer und Bettler, die das Straßenbild abrunden. Für gerade mal 0,30 Eurocent (1.000,- Pesos) bekommt man frisch, ausgepressten Orangensaft.

Mit einem Taxi sind wir zum Kloster La Popa gefahren. Dieses liegt auf dem einzigsten Berg im Stadtgebiet und dementsprechend hat man auch einen guten Ausblick auf Cartagena. Im Kloster war eine Ausstellung von Fremdländischen Währungen, somit konnte man noch einmal die gute, alte "D Mark" sehen. Aber der Euro hat sich auch da schon breit gemacht!  ;-)

       

Anschließend hat uns der Taxifahrer zum Fort San Felipe gefahren. Dort konnten wir überall herum laufen und über die Baukunst staunen. Ein Tipp, eine Taschenlampe mit nehmen, um in den unterirdischen Gängen den Überblick zu behalten. Diese sind nur spärlich beleuchtet, hier und da war es stock dunkel. Wer Südamerikanischen Straßenflair erleben will, sollte unbedingt zum Centro Uno im Stadtteil La Matuna. Straßenstände und Geschäfte dicht an dicht. Dazwischen wird versucht alles an den Mann bzw. Frau zu bringen.

     

Wo immer wir uns auch bewegt haben, wir hatten nie Bedenken überfallen zu werden. Es ist hier (Cartagena) auf alle Fälle sicherer, als in einer vergleichbaren Stadt in Venezuela. Es gibt aber auch hier Gegenden, wo man sich nicht blicken lassen sollt.


2. Teil   28.08.2006

Als schrecklich empfanden wir die Gewitter, die mit aller Macht um uns herum tobten. Wenn die Blitze und der Donner immer näher kamen, drehte sich uns der Magen und wir beteten das keiner der Blitze uns treffen mag. Nicht auszudenken was dann alles kaputt gehen kann. Ein weiteres Übel sind Morgens und Abends die Wasser-Taxi´s, mit 2X 200 PS donnerten sie nah an uns vorbei.

     

Aber das ist aus zu halten, einen größeren Schreck bekamen wir als es darum ging unsere Ankerkette wieder sauber zu bekommen. Die ersten zwei Meter waren armdick mit Muscheln bewachsen, ganze 5 Meter mussten mühsam geputzt werden. Unter Wasser am Schiff, traf mich der Schlag, Seepocken dicht an dicht. Die Propeller waren ca. 5 cm dick bewachsen, so gut es ging wurde alles mit dem Spachtel abgestochen. Heul, Schrei und Scheiße das neue Antifouling hatte versagt !!

     

Von Cartagena segeln wir zu den San Blas Inseln, wo wir ca. 3 Monate bleiben werden. Geplant ist, noch vor Weihnachten durch den Panamakanal in den Pacific zu gehen.


3. Teil    02.09.2006

Auf dem Weg zu den San Blas Inseln liegen noch diverse Inseln vor der Küste Kolumbiens. 20 sm von Cartagena sind die Islas Rosario an zu treffen. Diese bestehen aus ca. 4 großen und vielen kleineren Inseln, wo man gute Ankerplätze findet. Im Club Nautico kann man von diesem Gebiet eine kopierte Seekarte bekommen, C-Map 4 stimmt nicht! Hier habe ich 2 Tage unser Unterwasserschiff mit einem Spachtel bearbeitet.

     

Eine Attraktion ist ein See-Aquarium auf einer der kleineren Inseln, Isla Panda. Dort werden täglich Touristen hin gefahren, die man in Cartagena eingefangen hat. Der Eintritt war für uns 12.000,- Pesos p.P. und war es Wert. Dort werden von der Schildkröte bis zum Hai und Delphine alles in eingezäunte Becken gehalten.

     

Ab und zu kommen Einheimische im Kanu vor bei und bieten Langusten und Fisch zum kauf an. Segelt man 24 sm weiter südlich, kommen die Islas  San Bernardos in Sicht.

 


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