Gambier Inseln     15.05.2007

 


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 Von den Galapagos, Isabela waren es 3082,5 sm die wir in 28 Tagen hinter uns gebracht haben. Anfangs mussten wir leider motoren, da kein Wind die Segel füllte. Aber Abwechslung gab es genug wie man an den unteren Bildern sieht.

      

Sogar die SY "Symi" mit Renate und Dieter überholten wir, sie waren 2 Tage vor uns ausgelaufen mit dem Ziel Marquesas. Nach dem der Passatwind sich mit 15-20 Knoten durchgesetzt hatte, konnte man morgens auf dem Deck Fliegende Fische sammeln, sogar kleine Tintenfische waren zu finden. In der Not hätte man daraus eine leckere Fischsuppe kochen können.

     

Mit dem Wind kamen auch die Wellen, diese waren im Durchschnitt 3-5 Meter hoch. Leider passte "Tanoa" nicht in das Schema und so manche Welle donnerte unter das Brückendeck, natürlich immer dann, wenn man schlafen wollte. Unser großes Pech war ein stationäres Tiefdruckgebiet, zuerst bescherte es uns 3 Tage Flaute und als der Wind endlich wieder kam, wehte er aus der falschen Richtung und zwar genau da, wo wir hin wollten. Somit wurden große Umwege gesegelt. Für die menschliche Seele war das nicht gerade von Vorteil.

     

Aber die Mühe hat sich gelohnt. Mit dem Sonnenaufgang steuerten wir die Nord-West Einfahrt in das innere Riff an, welches gut betonnt ist. Die Berge von Mangareva, mit dem leuchtendem grün, waren nach der langen Fahrt sehr beeindruckend. Man konnte sich überhaupt nicht satt sehen, an diesem grün. Nach ca. 6 sm ankerten wir vor Rikitea, einem Ort auf Mangareva, auf 17 Meter Wassertiefe. Hier wurden wir von der SY "Atlantis" mit Inge und Ernst, sowie SY "Ludus Amoris" mit Maria und Klaus herzlich empfangen.

     

Das Einklarieren wurde bei der Polizei gemacht, es dauerte keine 10 Minuten und wir waren vorläufig einklariert. In Papeete auf Tahiti klariert man endgültig ein. Eine Wanderung auf den 445 Meter hohen Berg ist zwar eine große Strapaze, aber der Ausblick ist atemberaubend schön. Von dort sieht man das gesamte Riff, welches die einzelnen Inseln umgibt. Auch die Untiefen vor unserem Ankerplatz waren von hier oben gut zu sehen.

     

Mangareva hat sogar einen TO Stützpunktleiter, Fritz der sich gerne allen Seglern annimmt. Sein Haus stand für uns immer offen. Er erzählt gerne aus seiner Zeit, wo er 15 Jahre in der Fremdenlinon tätig war und wie es ihn hier her verschlagen hat. Ein gemeinsames Essen mit allen Deutschen und Österreichern wurde bei Fritz in der Küche zubereitet. Hierbei legten sich die Frauen mächtig ins Zeug, so das wir alle satt wurden.

     

Später wurde eine zweistündige Inselrundfahrt um Mangareva gemacht. Auf der Ladefläche, von Fritz seinem Auto, konnte man sich gut durchschaukeln lassen. Die Straße hatte an manchen stellen Schlagloch an Schlagloch, die durch den Regen entstanden sind. Die Haupteinnahme der Inselbewohner ist die Zucht von Austern, die wunderschöne, schwarze Perlen hervor bringen. Überall findet man im Atoll Bojen mit Austern, die je nach Jahreszeit in 3-6 Meter Tiefe in Netzen baumeln. Hier und da steht auf einem Riff eine Perlenfarm, wo die Auster präpariert, gereinigt und zuletzt die Perle entnommen wird. Das Ziel ist es, eine schwarze Perle von 12 mm Durchmesser zu bekommen, denn die bringen über 5.000,- Dollar ein. Diese sind allerdings sehr selten.

     

Nach 3 Wochen ausruhen machten wir einen Ausflug zum Außenriff, wo wir im Schutz hinter eine Insel (Motu) ankerten. Von hier wollte ich mit Bernd von der SY "Second Live" etwas Tauchen gehen. In einer Riffpassage tauchten  wir ab, es war als ob man im Aquarium taucht. Hier haben wir Zackenbarsche von über 1 Meter gesehen und sonst noch viele, kleine, bunte Fische. Sogar 2 Weißspitzenhaie schossen an uns vorbei. Alles ging locker von statten, bis wir dem Pass zu nahe kamen. Das ausströmende Wasser lutschte uns in Richtung Ozean an. Ein schneller Griff zu den Korallen und am Boden sich von Koralle zu Koralle hangelnd, konnten wir dem Ozean entkommen. Unsere Hände sahen dementsprechend aus, viele, kleine Schnittwunden. Dennoch, schönes tauchen.

     

Am nächsten Tag haben wir unseren ersten Grauhai gesehen. Er kreiste 3x um uns herum und verschwand dann wieder. Er war ca. 1,50 Meter lang und war so 50-60 cm an uns heran gekommen. Bernd hatte keinen Fotoapparat und betrachtete die Begegnung anders als ich, der wie wild am fotografieren war. Als wir später im Dinghy saßen, meinte er noch, das Weißspitzenhaie ganz schön groß werden können. Als ich ihm sagte, dass es aber keiner sei, sondern ein Grauhai gewesen sein muss, wurde er etwas blas um die Nase. Dieser Fischreichtum ist wohl dem "Ciquatera" zu verdanken. Es ist eine giftige Alge, welches die Fische mit der Nahrung aufnehmen. Werden diese Fische gegessen, hat man schlechte Karten. Unmittelbar nach dem Verzehr von Fischen stellen sich Übelkeit, Erbrechen und Schweißausbrüche ein. Dann folgen Durchfall und Gliederschmerzen. Stunden nach dem Essen beginnen neurologischen Beschwerden. Dazu gehörten Kribbeln und Ameisenlaufen auf dem Körper sowie an den Armen und Beinen, Muskelkrämpfe, Juckreiz, Kopfschmerzen und Schlafstörungen. Wenn es einen hart erwischt, führt es sogar zum Tot. Auf dem Gambier wird deswegen vor dem Verzehr von Fischen aus dem Atoll gewarnt.

     

Nun habt keine Angst um uns, oder den Haien, wir machen mit dem Tauchen eine kleine Pause. Nächste Woche wollen wir dann weiter zu den Tuamotu´s, mal sehen was da so die Unterwasserwelt zu bieten hat, suche immer noch die Clown-Fische "Nemo". Weitere Unterwasserbilder Hier.

     

Alle 3-4 Wochen kommt nach Mangareva ein Frachtschiff welches die Versorgung mit Lebensmittel und Baumaterial sichert. Am anderen Tag muss man schon sehr früh in den Geschäften sein, um noch etwas brauchbares zu ergattern. Nach 4 Tagen gab es schon keine Kartoffeln und Zwiebeln mehr. Die Preise sind erschreckend hoch, eine Dose Bier 3,-Euro, 12 Eier 6,- Euro, 1 Kg Kartoffeln 2,- Euro, Schachtel Zigaretten 5,75 Euro und so weiter. Das schöne ist allerdings, braucht man einheimisches Obst wie Bananen, Pampelmusen und Brotfrucht bekommt man dieses meist geschenkt. Sieht man z.B. Pampelmusen die man haben möchte, fragt man den Besitzer danach. Benzin und Diesel ist nur mit Beziehungen zu bekommen und auch dementsprechend teuer. Internet gibt es auch nicht, also warten bis Tahiti.

     

Als es nun endlich weiter, zu den Tuamotu´s, gehen sollte, berichtete Bernd ,dass er soeben am Vorstag einen Riss an der Spannschraube bemerkt hatte. Dieses muss natürlich so schnell wie möglich geschweißt werden, wie gut das Günter von der SY "Tao" alles im Griff hatte. Wir gingen aber trotzdem Anker auf und verholten uns zur Insel Taravai, wo ein herrlicher Ankerplatz ist. Die Kirche, die zu sehen ist, schließt auf ein Dorf hin, Fehlanzeige, es leben wohl gerade mal 6 Familien darauf. Straßen und Strom gibt es nicht, also wie im Paradies.

     

Am anderen Morgen kam die SY "Second Live" mit repariertem Vorstag und die Reise zu den Tuamotu´s konnte beginnen. Leider fehlte der dazu benötigte Wind und somit motorten wir erst einmal 8 Stunden :o(.

 


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