Galapagos Inseln  22.03.2007

 


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 San Cristobal

     

Nach 894 sm sind wir auf den Galapagos gut angekommen, wofür wir 9,5 Tage brauchten. 37 sm vor Landfall ging uns noch ein Thunfisch von 57 cm und 2,6 kg an die Angel, lecker! Die Überfahrt war angenehm ruhig, mit um die 10 max. 18 Knoten Wind, sowie auch mal Flaute. Unser bestes ETMAL war 132 sm und das Schlechteste 60sm. Als erstes steuerten wir die Insel San Cristobal an, wo wir in der Bahia De Hobbs vor Anker gingen. Hier warteten schon Antje und Norbert auf uns, die einen Tag vor uns gestartet waren. 

     

Nach 2 Tagen segelten wir 26 sm weiter und ankerten in der Wreck Bay. Dort klarierten wir ordnungsgemäß ein, das ganze kostete für uns 107 US$. Dazu kommen noch p.P. 100,-US$ Nationalparkgebühr. Ganze 10 Tage wollte man uns Aufenthalt geben und anschließend sollten wir die Galapagos wieder verlassen, aber nicht mit uns, solch einen langen Weg für 10 Tage, da muss noch mehr zu machen sein. Hier in Puerto Baquerizo Moreno gibt es eigentlich alles was man braucht, Lebensmittel, Obst + Gemüse und Internet sowie Restaurants. Alles zu vernünftigen Preisen, Palette Bier für 22,-US$, Mittagsmenü 3-6 US$, 600 ml Flaschenbier für 2,-US$.

     

Die Nächte vor Anker waren nicht so toll, regelmäßiger Überfall von Seelöwen. Diese streiten sich des Nachtens um unsere Badeplattformen. Jeder möchte den heiß begehrten Platz für die Nachtruhe haben und da wird sich schon mal gezankt. Der Höhepunkt war in der 2. Nacht ,als ich wieder mal geweckt wurde und Geräusche direkt über mir wahr nahm. Schnell aufgestanden und als ich im Cockpit war, stand dort ein Seelöwe, der dort schlafen wollte. Das war zu viel des Guten: "Weg hier!" brüllte ich. Unter Protest trottete er wieder zurück. In der Nacht noch, verstellte ich mit Fender den Weg ins Cockpit.

     

Fernando, der mit den Seglern Geschäfte macht und alles mögliche für einen besorgt, organisierte uns, mit SY "Symi" und SY "Vera", eine Inselrundfahrt zu allen sehenswerten Orten. Das ganze kostete p.P. 30,- US$ mit anschließenden Essen. Die Fahrt dauerte 4 Stunden, es ging zu den Galapagos-Schildkröten, den Meerechsen und zu verschiedenen Aussichtspunkten. Das dumme war nur, das viele Aussichten im Nebel waren.

     

Wenn wir an Land wollen, nehmen wir uns ein TAXI (0,50 US$ p.P.),. Besser ist sein Dinghy so zu lagern, dass kein Seelöwe es entern kann. Bindet man es am Anleger an, dauert es nicht lange bis ein bis drei Seelöwen das Dinghy besetzen. So niedlich wie die Tiere auch aussehen, sind sie für alle eine Plage. Sie belagern alle Boote, wo sie hoch kommen und ist man am Dorfstrand riecht dieser bis zur Dorfmitte nach gammeligen Fisch bzw. Kot.

     

Geht man durch die Straßen, so kann man von Schönheit nicht sprechen. Alles ist so lieblos dahin gebaut worden. Hier und da findet man noch ein altertümliches Haus, welches dem Verfall naht. Geschäfte gibt es in jeder Straße, kleine Souvenirläden gibt es viele an der Wasserfront. Sogar 3 Ferreterias habe ich gezählt, wo man evtl. Ersatzteile für das Boot bekommt.

     

Eine kleine Markthalle gibt es auch, wo selbst angebautes Obst und Gemüse gekauft werden kann. Eine Attraktion ist der Schlachter, dieser steht hermetisch, abgeschottet in einem Käfig aus Fliegengitter. Somit soll gesichert werden, kein Fleisch mit Fliegeneiern zu bekommen. Durch den Tourismus gibt es hier zahlreiche Internet´s für 1,50 - 2,- US$ die Stunde.

     

Ungewöhnlich war abends und morgens der Nebel. Mitunter waren da keine 50 Meter weit zu sehen. Aber mit der aufgehenden Sonne verschwand er dann auch schnell wieder. 

     


Santa Cruz    06.04.2007

Auf San Cristobal haben wir ordnungsgemäß ausklariert und uns einen Tag später auf den Weg nach Isla Santa Cruz gemacht. Dorthin mussten wir leider Motoren, dadurch konnten wir schön dicht an der Isla Santa Fe fahren und uns die Küste über das Fernglas anschauen. Nach 44 sm ankerten wir in der Bahia Academy, wo uns ein fürchterlicher Schwell hin und her schaukelte.

     

Als erstes marschierten wir am anderen Tag früh morgens zum Markt, wo wir unseren Bedarf an frischen Sachen aufstockten. Hier auf Santa Cruz gibt es eine viel bessere Auswahl an Proviant und sonstigem. Hier kann man viele Touren buchen, um die Insel und deren Tiere kennen zulernen. Nur die Preise sind nicht für uns gemacht, da bleibt nur Selbstinitiative übrig. Da gibt es die Charles Darwin Forschungsstation, die man besuchen kann.

     

Man geht ca. 20 Minuten vom Anleger und kommt dabei an diversen Geschäften vorbei. Eintritt bezahlt man nicht, die 100 US$ p.P. Nationalparkgebühr deckt so etwas ab. Dort sieht man diverse Schildkröten und Landleguane im Gehege, welche man betreten darf.

     

Bewundernswert sind auch die bis zu 10 Meter hohen Kakteenbäume (Baumopuntien), wobei manche einen Stammdurchmesser von über 1 Meter erreichen können. Diese findet man nur auf Inseln vor, wo es Schildkröten gibt, denn durch den Stamm schützen sich so die Kakteen vor den  Appetit der Schildkröten.

     

Am anderen Tag nahmen wir uns ein Taxi, welches uns zu einem Lavatunnel unweit vom Ort Bellavista brachte. Diesen Tunnel besteigt und verlässt man über Deckeneinbrüche und das längste Stück soll ca. 700 Meter lang sein. Taschenlampe nicht vergessen, es ist dort dunkel und feuchtwarm. Manchmal muss man über Geröll klettern, welcher von der Decke herunter gefallen ist. Die Tour durch den Tunnel dauerte 30 Minuten. Der Eintritt kostet 3 $. Das Taxi hatten wir dann für 3 Stunden und haben 30 $ bezahlt. Der Taxifahrer fuhr uns noch zum Schildkrötenreservat, wo wir in Freiheit lebende Schildkröten sehen konnten. Anschließend ging es dann noch mal in einen Lavatunnel. Dieser war dann beleuchtet, aber hatte ein Handycup, denn man musste an einer Stelle auf allen vieren kriechen und es war so schön matschig.

     

Die Zeit auf Santa Cruz haben wir uns gut vor den Behörden verstecken können, um nicht ein 2. mal einklarieren zu müssen. Von hier werden wir zur Isla Isabela segeln, wo wir zu Pferd den Vulkan besteigen wollen.


Isabela  10.04.2007

Nach weiteren 50 sm motoren, ankerten wir vor Puerto Villamil. Dies ist unsere letzte Insel auf den Galapagos, die wir besuchen wollen. Am anderen Tag klarierten wir für 57,- US$ beim Hafenkapitän ein. Hier hat es niemanden interessiert, dass wir schon auf anderen Inseln der Galapagos waren. Normalerweise ist es verboten mehr als eine Insel zu besuchen.

     

Nach dem einklarieren stöberten wir in Villamil herum. Es gibt dort noch keine geteerten Straßen, weißer Sand, der ab und zu mit Wasser besprüht wird, damit es nicht so staubt. Hier gibt es ein paar Restaurants und Einkaufmöglichkeiten, so wie ein Internet.

     

Wir buchten für 10 US$ p.P. ein Wassertaxi, dieser zeigte uns die Inselwelt hinter der wir im Schutz lagen. Besonders interessant waren die Galapagos Pinguine, die eine Größe von 30 -35 cm haben. Diese Tiere waren sehr zutraulich, so das ich keine Schwierigkeiten hatte, sie zu fotografieren.

     

Weiter gab es da noch die Seelöwen und Meerechsen die überall an der Küste zu sehen sind. Auch diese Tiere zeigen keine Scheu beim fotografieren.

     

Eine besondere Überraschung erlebten wir in einem Wasserkanal. In diesem tummelten sich über 40 Weißspitzenhaie, die sich im warmen Wasser aufwärmten. Dieser Anblick war für uns nicht real, es sah aus, als ob wir im Zoo wären.

     

Die vorgelagerten Inseln bestehen alle aus vulkanischem Gestein. Hier im Schutz der Brandung hatte ich es gewagt zu schnorcheln um vielleicht einen Hai zu Fotografieren. Aber den, den ich zu Gesicht bekam, hatte mehr Angst vor mir, als ich vor ihm und war schnell weg. Auch Seelöwen und Pinguine wollten leider nichts von mir wissen.

     

Am 2. Tag machten wir einen Spaziergang zu einer Aufzuchtsstation von Landschildkröten. Hier kümmert man sich um den Nachwuchs bis sie mit 5 Jahren nicht mehr zur Gefahr von Ratten und Wildhunden werden. Hier auf Isabela leben 5 der 12 Unterarten von Riesenschildkröten, die es auf den Galapagos gibt. Diese können ohne weiteres bis zu 150 Jahre alt werden.

     

Dann war es soweit, mit der SY "Second Live" und SY "Lena Li" ging es per Pferd zum Vulkan Sierra Negra. Dieser ist 1490 Meter hoch und hat einen Durchmesser zwischen 9 und 10 Km. Nun gut, die ersten 10 Km fuhren wir mit dem Auto.

     

Als wir ankamen, warteten die Pferde schon auf uns und mit Hilfe von einem Führer war Sylvia schneller als gedacht im Sattel. Als ich es dann geschafft hatte, den Sattel zu erklimmen, ging es auch sofort los. Man waren die ersten Meter wacklig, nach 20 Minuten löste sich mein Krampf am Sattelknopf und ich fand den Mut, mit der Hand zu fotografieren.

     

 Nach 1 Stunde und 20 Minuten waren wir am Ziel, absteigen war angesagt, die ersten 2 Schritte waren sehr wacklig. Von hier war ein Fußmarsch von 2 Stunden geplant. Es ging zu den Parasitärkegel die im Norden vom Vulkan lagen. Aus Spalten konnte man mit der Hand heißen Wasserdampf spüren, hier und da sah man kleinere Lavatunnel die eingestürzt waren. Auch sonst war der Anblick dieser Landschaft atemberaubend.

     

Auf dem Ritt zurück, war man schon als Jon Wayne unterwegs. Locker und lässig ging alles von statten. Als Belohnung wollte Sylvia ihrem Pferd eine Karotte geben, diese beschnüffelte es nur und als dann ein Hüter kam, schüttelte er nur den Kopf und meinte, das die Pferde so etwas nicht kennen. Zur Belohnung wäre eine Banane angebrachter. Die Belohnung sollte das Pferd bekommen, weil es Sylvia 5 Minuten früher als alle anderen ans Ziel gebracht hatte.

     

Wieder auf dem Schiff spürte man seinen Allerwertesten (Schmerzen!). Das ganze kostete 30 US$ p.P. und Sylvia hat das Reiten gut gefallen, sie ist eben besser gepolstert und hatte nicht so dolle Schmerzen wie andere.

     

Zu guter letzt besuchte uns am Ankerplatz noch ein Schweinswal von ca. 5 Meter Länge, er umkreiste uns neugierig und verschwand dann schnell wieder. Das lag wohl daran das ich mit ihm schnorcheln wollte, dieses eine Foto, unter Wasser, war leider nur möglich.

 


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