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Tasmanien     23.11.2010

Die Reise nach Tasmanien sollte man auf der Rückseite von einem Hochdruckgebiet  machen. Nur dann ist gewährleistet das kein Sturm aus der Bassstraße kommt und der Segeltrip zur Höllenfahrt wird ( Sydney-Hobart race ). 338 sm sind es von Eden nach Schouten Passage.

     

Auch wenn es neblig war, und mitten in der Nacht, wir haben Tasmanien gefunden. An dieser Stelle streikte dann natürlich das Radargerät, so ein Ärger auch noch. Über den Kartenplotter tasteten wir uns an die Küste heran, man gut das es hier gestimmt hat. Später stellte ich fest, das in der Antenne ein Bauteil durchgebrannt war.

     

Der erste Ankerplatz ist bekanntlich auch der letzte, wenn man Tasmanien wieder verlassen will. Somit machten wir die SY "Comodo" am Ankerplatz ausfindig. Mit Gisela und Peter verbrachten wir dann noch fast eine Woche. Sie segelten 2 Jahre in Tasmanien umher und konnten uns viele Tipps geben. Dieses Seepferdchen hatte sich über die Ankerkette mit an Bord bringen lassen, was für eine Überraschung. So wie auch ein Geschenk, 2 Lobster, von einem Fischer.

     

Dann wurde es Zeit nach Triabunna zu segeln, um mal wieder etwas an Proviant einzukaufen. Am anderen Tag segelten wir weiter nach Maria Island und ankerten an der Westseite in der Oyster Bay.

     

Will jemand die Natur von Tasmanien voll erleben? Dann ist dieses der richtige Ort. Für eine Wanderung vom Ankerplatz zu den Painted Cliffs benötigten wir 6 Stunden (return). Wir sahen viele Kängurus, eine Schlange, einen Echidnas (Igel) und 5 Wombats so wie jede Menge Vögel.

     

Die Painted Cliffs befinden sich an der Westseite von Maria Island und sind auch mit einer Fähre von Triabunna zu erreichen. Verschiedenfarbige Sandschichten und wohl ein stetiger Südwestwind  haben diese Küste geformt. So etwas einzigartiges hatte ich zuvor noch nie gesehen.

     

Von hier ging es weiter Richtung Süd zum Cape Pillar beziehungsweise Tasman Island, wo auch die Sydney-Hobart racer herum müssen. Aber ca. 10 sm vorher gibt es die Fortescue Bay. Dort kann man ganz am Ende, hinter einem Wrack, umgeben von hohen Eukalyptusbäumen, geschützt auf 2-3 Meter ankern. Auf der Fahrt hier her hatten wir stellenweise Nebel mit einer Sicht von unter 100 Meter, auch die nächsten Tage waren nicht anders (N-NE Wind).

     

Nach dem Nebel kommt der Regen und dieser wird dann von einem SW Wind vertrieben, aber dann ist es kalt. Morgens zeigte das Thermometer manchmal nur 13 Grad, das ohne Heizung ist schon bitter. Aber dafür ist die Farbe wieder zu sehen wenn der Nebel sich verzogen hat.

     

Dieses Kap bezeichnet man als Cape Hauy und war bei unserer Ankunft nur halb zu sehen. Von hier sind es noch 6 sm bis zum Cape Pillar und Tasman Island.

     

Das Kap und die Insel sind sozusagen der Eingang zum Indischen Ozean. Ein Gegenstrom von ca. 4 Knoten bremste uns zu unserem Ziel erheblich. Langsam aber Sicher passierten wir die Enge am 04.12.2010 um 09:05 Uhr Ortszeit, der Indische Ozean war erreicht.

     

Den Nebel gab es da aber auch. Innerhalb von 5 Minuten zog er auf und man saß wieder in der dicken Suppe drinnen. Wenn ich in Hobart ein neues Radargerät installiert habe, ist die Zeit mit dem Nebel wahrscheinlich vorbei.

     

In Hobart angekommen, haben wir auf Kanal 16 Hobart Port Control gerufen, diese öffneten für uns die Brücke zum Constitution Dock. Hier liegt man nun mitten in der Stadt drinnen.


Tassie 2. Teil     13.01.2011

     

Von Hobart bin ich nach Kettering gesegelt, dort in der Oyster Bay gibt es eine neue Marina. Heidi und Wolfgang von der "Kanaloa" hatten mir dort einen Platz reserviert. Linda war zu der Zeit auf den Überland Treck in den Cradle Mountain. In der Zeit baute ich ein neues Radargerät ein, ein Broadband Radar von SIMRAD, welches nur sehr wenig Strom ( 17 Watt) verbraucht.

     

Von Kettering segelten wir in 2 Stepps zur Coalbins Bay und von dort motorten wir die 64 sm nach Port Davey an die Westküste von Tasmanien, 31.12.2010. Dabei passierten wir das Süd-Ost Kap mit 43°39´S, daß ist das südlichste was "Tanoa" und ich erreicht haben und werden, auf der Weltumsegelung. Denn die Umrundung von Südafrika ist mit dem Agulhas Kap nördlicher, 34°50´S. Mithalten kann da nur Kap Horn mit 56°00´S.

     

Port Davey ist ein großes Gebiet, wo tief ins Land herein ein Fjord führt. Dieser ist von vielen Bergen umgeben, an denen man direkt vorbei segelt. Für dieses Gebiet benötigt man aber einen Park Pass der in Hobart bei der Touristinformation zu bekommen ist. Dort erhält man auch eine Karte, wo man ankern darf und nicht, mit Wanderwegen und sonstigen Informationen.

     

In der Claytons Bay fanden wir einen Steg, wo man Regenwasser nachbunkern konnte. Von hier ging auch ein Wanderweg zu dem Mount Beattie hinauf, von wo man einen guten Überblick hatte.

     

Fährt man den Melaleuca Inlet hinauf (3,7 sm), sollte der Tiefgang nicht über 2 Meter sein. An so manchen Ecken wird es dann sehr eng. Kurz vor dem See muss man dann vor Bug und Heckanker ankern. Der Tidenhub beträgt hier noch ca. 60 cm. Das Wasser hat eine tiefe Braunfärbung, welches von dem Moor her stammt.

     

Vom Ankerplatz, fährt man noch ca. 600 Meter den Fluss höher und kommt an einen kleinen Anleger. Dort kann man sein Dinghy fest binden und eine Wanderung zur Südküste machen, ans Meer.

     

Über das ganze Gebiet, ragt der Mount Rugby mit seinen 771 Metern. Ein tief ausgetretener Trampelpfad führt einen in ca. 3 Stunden da hoch. Die Aussicht ist überwältigend, nahezu das ganze Gebiet ist zu bestaunen.

     

Nach 10 Tagen hieß es von dieser, schönen Gegend Abschied zu nehmen. Mit einem SE um 15 Knoten segelten wir nach Norden zur Küste von Victoria, Port Portland. Auf dem Weg hier her, überrannten uns gleich 3 Tiefdruckgebiete mit bis zu 30 Knoten Wind.


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