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Australien mit Auto     25.01.2010

Die Reise ging von Mooloolaba über Sydney nach Melbourne an die Südwestküste. Weiter sollte es dann nach Tasmanien gehen, aber soweit kamen wir leider nicht, denn am 2. Tag ca. 600 km von Mooloolaba hat der Motor von unserem Campervan aufgegeben.

     

Erste Diagnose war, das die Zylinderkopfdichtung durchgebrannt ist und natürlich neu muss. Das ganze war keine 6 km vor Armidale NSW passiert. Auf einmal stoppte der Motor und ich konnte noch rechtzeitig eine Haltestelle ansteuern. Nach auffüllen von Kühlwasser und 2 Stunden warten, brachten wir den Motor wieder zum laufen. Aus dem Auspuff qualmte es wunderbar weiß, wie im Lehrbuch bei Diagnose Zylinderkopfdichtung ist durchgebrannt. Ein netter Aussie der nach 2,5 Stunden angehalten hat, organisierte dann einen Abschleppwagen zur TOYOTA Werkstatt in Armidale. Will sagen wir haben 2,5 h an der Straße gestanden, es regnete in strömen und die LKWs brausten an uns vorbei. Brain war der einigste der angehalten hat.

     

Am anderen Tag sagte man uns, dass der Mechaniker der solche Reparatur machen kann, im Moment 2 Wochen Urlaub hat, sorry! OH je, und uns blieb nur noch ein Tag um rechtzeitig zum Jahreswechsel in Sydney zu sein. "Gott sei Dank" fanden wir noch einen Leihwagen kurz vor Silvester den wir bezahlbar mieten konnten. Zwischenzeitlich stellte sich heraus das der Caravanhändler die verabredete und unterzeichnete Warranty nicht bezahlt hat und wir deswegen keine Versicherung für den Motorschaden haben :-( .Am anderen Morgen starteten wir früh, somit kamen wir kurz vor 11:00 Uhr bei unserer Beate in Sydney an. TomTom hat es möglich gemacht, denn ohne hätte ich es nie gefunden. 2 Stunden später fuhren wir mit der Bahn in die City, um uns dort mal umzusehen. Wir waren wohl ca. 14:00 Uhr an der Harbour  Bridge, wo um Mitternacht das große Feuerwerk zu sehen ist.

     

 Schon zu dieser Zeit war man an manchen stellen dabei seinen Platz zu verteidigen, als ich das sah, wollte ich eigentlich das Feuerwerk gar nicht mehr sehen. Wie wird es erst am Abend sein? Nach dem Abendbrot, bei Beate, sind wir alle so um 19:00 Uhr wieder in die Stadt gefahren. Man glaubte es kaum, aber wo wollten diese Menschenmassen hin, die dort auf den Straßen liefen. Wollen die alle einen Platz vor der Brücke haben? Wir ließen uns einfach vom Menschenstrom leiten und landeten am Überseeterminal, wo wir uns einen Platz mit Aussicht auf die Brücke verteidigten.

     

Hier warteten wir ganze 4 Stunden bis es dann endlich los ging. Nach 20 Minuten war der Spuk dann vorbei und ab da wollte jeder wieder zurück zur Bahn und da wurde geschoben und gedrückt, das einem die Luft weg blieb. Nach 3,5 Stunden waren wir dann wieder in Beates Wohnung.

     

Nee, nee! Nicht noch einmal Silvester in Sydney. Am anderen Tag sind wir dann mit meinen Eltern weiter in Richtung Melbourne gefahren. Nach 1,5 Stunden Autofahrt kommt man zu den Blue Mountains, eine herrliche Gegend die man gesehen haben muss. Von Sydney fährt auch eine Bahn hier her.

     

Im Herzen von den Blue Mountains liegt Katoomba mit den Three Sisters und dem Echo Point. Keine 50 Meter von da, hatten wir das Glück eine Unterkunft zu bekommen, somit konnten wir alles zu Fuß erledigen. Einen Tag fuhren wir mit dem Bus zu den Jenolan Caves (Höhlen).

     

Es gibt dort 3 verschiedene Höhlen die man besuchen kann, wir waren nur in einer und das fast 2 Stunden, das sollte reichen. Weiter ging es dann mit einer Zwischenübernachtung in Albury zu den 12 Apostels an die Südküste von Victoria. Auf der Great Ocean Road an der Küste zu fahren ist ein muss, denn man bekommt da sehr viel zu sehen.

     

Da es Hochsaison war, hatten wir so unsere Schwierigkeiten eine passende Unterkunft zu finden und landeten mitten von Kuhwiesen umgeben auf einer Farm, wo wir zufrieden unter kamen. Von hier machten wir dann diverse Ausflüge an die Küste und ins Hinterland zu den Salzseen nach Lake Corangamite, Red Rock Lookout. Ein muss war natürlich auch die Tour von einer Farm zur anderen. Schokoladenfabrik - leckere Belgische Schokolade, Molkerei, wo wir sehr guten Käse probierten und auch kauften und zu Krönung der Weinbauer. 

     

Aber am schönsten war dort die Küste mit den 12 Apostels, wobei nur noch 6 davon stehen. Die anderen sind umgekippt und weggespült worden. Dann gibt es noch die Bay of Island und London Bridge als Attraktion, so wie diverse Lookouts. Was allerdings nervte waren duzende von Fliegen, die in Nase, Mund und Ohren wollten. Für 6,50 $ kauften wir uns jeder Fliegennetze und stülpten sie über die Köpfe. Lass es Aussehen wie es will, aber wir hatten ab da unsere Ruhe vor den Plagegeistern.

     

Am 11.01 mussten wir dann in Melbourne am Flugplatz sein, denn dann hieß es Abschied nehmen von meinen Eltern. Der Australienurlaub war zu Ende. Vom 11.1 bis zum 13.1 hatten wir Temperaturen um die 46°C, die Klimaanlagen liefen überall auf Hochtouren. Am 14.1 waren wir wieder in Armidale zurück und wollten unseren Campervan abholen. Aber der war noch lange nicht fertig, keine Ersatzteile, keine Entscheidungen wollten getroffen werden und, und, und.

     

Aus einer kaputten Zylinderkopfdichtung die gar nicht kaputt ist, wurde nun ein neuer Motor geordert. Die angeblichen 67.000 Kilometer auf dem Tacho stimmen nie und nimmer sagte man uns, vielleicht über 200.000 km. Man wollte keine Garantie bei einer Reparatur geben. Die Zeit des Wartens nutzten wir um uns die vielen Wasserfälle in der Nähe anzusehen.

     

 Dazwischen fanden wir einen Hinweis "Cathedral Rock National Park ". Hier wanderten wir 3 Stunden in einem herrlichen Eukalyptuswald, wo überall riesige Felsbrocken lagen. 

     

Nach 10 Tagen Warterei hatten wir die Nase voll und fuhren nach Mooloolaba zum Schiff zurück. Hier erfuhren wir von Heidi, das es eine Staatliche Organisation gibt, die einen helfen soll, in solchen Fall sein Recht zu bekommen. Also es besteht die Möglichkeit das der Händler uns die Reparatur bezahlen muss. 4 Tage später hatte ich alle erforderlichen Papiere beim Queensland Goverment of Fair Trading abgegeben, www.fairtrading.qld.gov.au/redirect.htm . Nun warten wir mal ab, wie langsam hier die Mühlen mahlen! Um unseren Australienaufenthalt nicht ganz vermiesen zu lassen, fliegen wir nun nach Tasmanien und besuchen dort Bekannte, eigentlich wollten wir schon lange mit unserem Campervan da sein...

 


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