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Australien     16.11.2009

Vom Chesterfield Riff kommend benötigten wir für die 460 sm nach Bundaberg 3,5 Tage. Wichtig ist, das man sein Ankommen den Behörden 4 Tage vorher per Fax oder E-Mail ankündigt. Nähere Auskünfte findet man im Internet unter www.yachtreport.com.au . Genauso wichtig ist es, ein gültiges Visa für Australien zu besitzen. Dieses beantragten wir in Port Vila / Vanuatu bei der Australischen Botschaft, welches wir innerhalb von 4 Tagen hatten. Auf UKW 16 oder 81 kündigt man sein ETA dem VMR 488 (VMR Bundaberg ) rechtzeitig an. Sie melden es den Behörden weiter. C-Map stimmte auf dem Meter genau und die Betonung ist auch OK. Nachts um 01:20 Uhr ankerten wir vor der Bundaberg Port Marina, die direkt am Burnett River liegt. Morgens ab 08:00 Uhr wird man dann auf Kanal 81 zum Einklarieren gerufen. Das Einklarieren verlief bei uns ohne Komplikationen, wir bezahlten der Gesundheitsbehörde (AQIS = Australian Quarantine and Inspection Service) 330,- AU$ was mehr als Wucher ist. Der Preis wurde vor 2 Monaten erst von 240,-AU$ auf 330,- AU$ angehoben.

     

Segelt man ca. 8 sm den Burnett River hoch, kommt man nach Bundaberg, wo viele Segler an Moorings mit Bug.- und Heckleine liegen. In der Stadt gibt es alles zu kaufen, was das Seglerherz begehrt. Fährt man etwas außerhalb der Stadt, findet man sogar ALDI. Der Laden ist genauso wie in Deutschland aufgebaut, er riecht sogar wie in DL, man findet allerdings nur wenig Produkte aus DL, aber es ist das gleiche Angebot, wie in DL nur mit einheimischen Firmen. Aber Preis und Qualität stimmen.

     

Sonstige Geschäfte, sind die gleichen wie in Neuseeland, Bunnings der Heimwerkermarkt, Harvey Normen und Dick Smith die Elektroläden, Spotlight und Warehouse die Haushaltsläden, Woolworths den Lebensmittelladen. Dann gibt es jede Menge Autohändler, wobei die Preise deutlich höher sind als die in Neuseeland, auch ein Auto auf seinen Namen anzumelden ist komplizierter.

     

Mit einem Leihwagen fuhren wir die 380 km nach Brisbane, um meine Eltern vom Flugplatz abzuholen. Dabei machten wir einen Stadtbummel durch Brisbane. Hinter dem Botanischen Garten fanden wir die Stelle, wo viele Segeljachten auf dem Brisbane River liegen. Es lagen dort nur einheimische Jachten zwischen den Pfählen, eine Holländische Jacht lag abseits vor 4 Anker. In regelmäßigen Zeiten donnerten auf dem River die Fähren vorbei und verursachten dementsprechend Wellen, was die Jachten ins schaukeln brachte.

     

In der Stadt gibt es zahlreiche Geschäfte, in denen man fast alles bekommt. Was auffällt, sind hohe Wolkenkratzer und daneben steht noch ein altes Gemäuer. Als ob eine Zeitmaschine da irgendetwas durcheinander bekommen hat.

     

Für die Zeit in Brisbane mieteten wir uns in ein Hotel außerhalb der Stadt ein und fuhren mit der Bahn direkt ins Stadtzentrum. Das spart Nerven, Zeit und viel Geld für das Hotel. Denn ein Doppelzimmer in der Stadt kostet um die 160,-AU$ und wir bekamen es für 80,- AU$. Die Bahn fuhr alle 20 Minuten für 4,80 AU$ in die Stadt, Central Station. Wobei die Fahrt allerdings mehr als 1 Stunde dauerte.

     

Früh morgens und abends wenn die Sonne weg ist, konnten wir bei der Bundaberg Port Marina Känguruhs beobachten.  Ab da wussten wir, wir sind in Australien :-) Von der Bundaberg Port Marina sind wir über die Great Sandy Strait, also hinter Fraser Island, nach Mooloolaba gesegelt. Hierfür ist das Handbuch "Beacon to Beacon" sehr nützlich (37,65 AU$). Was man nicht in dem Buch findet sind die Wassertiefen, aber wir hatten bis auf einer Stelle genügend Wasser unter den Kielen.  Was uns auf dem Magen lag, war die Überwindung der Wide Bay Bar die schon viele Jachten zum Opfer gefallen sind. Wir ankerten ganz in der Nähe, in der Pelikan Bay, von wo wir am anderen Tag um 11:00 Uhr bei Hochwasser starten wollten. 

     

Morgens um 05:00 Uhr wurde Sylvia von den Gerassel der Ankerketten anderer Segler geweckt, die in Aufbruchstimmung waren um die Bare zu passieren und das bei Niedrigwasser. Was tun ? Ganz einfach, da es alles Einheimische Segler sind und die wissen müssen was sie da tun, folgen wir ihnen. Noch mit den letzten ablaufendem Wasser sausten wir nur so über die Bare nach draußen und brauchten nur eine Stunde um die 3 Wegpunkte abzufahren. Die geringste Tiefe die wir loteten war 4,10 Meter. Eine befreundete Jacht verschlief den Zeitpunkt und brauchte 3 Stunden gegen Strom und Wind.

     

Angekommen in Mooloolaba Marina, wurde als erstes unser TOYOTA Campervan aus Brisbane abgeholt. Wir wollten ja mobil sein und mussten unbedingt einen Großeinkauf machen. Mit diesen Wagen wollen wir Australien bereisen, für die unbefestigten Straßen kann ich auf 4 WD umschalten. In Mooloolaba und Umgebung kommt man sich vor wie auf Mallorca. Viele Touristen von nah und fern tummeln sich am Strand und den Geschäften. Von unserem Liegeplatz bekommt man Gott sei Dank nicht so viel mit. Sind die Straßen mal verstopft, ist es ein leichtes mit dem Dinghy ins Shopping Center zu fahren. Hier gibt es ein gut ausgebautes Kanalsystem an dem viele, hübsche Häuser mit Wasserliegeplätze sind.

Eigentlich wollten wir ja "Tanoa" an Land stellen, für die Zeit, wo wir mit dem Auto unterwegs sind. Aber den Service gibt es hier in Mooloolaba nicht. Sollten wir einen Platz bekommen (finden), wird dieser um das doppelte teuer sein, als ein Wasserliegeplatz. Also werden ich die beiden Saildrive in große Mülltüten wickeln und hoffen, dass bis April 2011 unser Unterwasserschiff nicht ganz einwachsen wird.

     

Nicht weit von hier gibt es den Australia Zoo, den wir besucht  haben. Er liegt direkt am Glass House Mountains Tourist Drive 24, wir benötigten mit dem Auto 30 Minuten um hinzukommen. Man zahlt 55,-AU$ p.P. Eintritt und hat den ganzen Tag Zeit den Zoo zu genießen. Zu sehen gibt es vorwiegend Tiere aus Australien, aber auch Tiger und Elefanten. Bei einigen Tieren wie den Koalas und Kangaroos geht man in das Gehege herein und hat sogar Körperkontakt mit ihnen.

     

     

     

Vom Zoo sind es nur 8 km weiter Richtung Brisbane und man sieht dann die Glass House Mountains, im gleichnamigen Ort findet man ein Informationszentrum, wo man Kartenmaterial von der Gegend bekommt.

     

Im Kartenmaterial fanden wir viele Wanderwege, die um die Berge (Vulkane) herum führen. Leider ist es im Moment viel zu heiß, um große Wanderungen zu machen Ein Schild führt einen zum Lookout, von wo wir einen herrlichen Ausblick auf die Berge hatten. 

      

Im Durchschnitt haben wir um die 35 °C mal mehr mal weniger. Dazu kommt, das wir in ein paar Tagen Weihnachten haben. Weder meine Eltern, noch Sylvia und ich haben da Weihnachtliche Gefühl. Am 24. kommt unser Beate aus Sydney zu Besuch, um Weihnachten mit uns zu feiern. Wahrscheinlich gehen wir dann alle in das Shopping Center, dort ist es klimatisiert und irgendeine Weihnachtsmusik gibt es da auch immer zu hören. Im diesen Sinne, "Frohe Weinachten und einen Guten Rutsch ins neue Jahr"


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