Bonaire  06.04.2006

 


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 Von den Inselarchipel Aves de Barlavento segelten wir unter Spinnaker nach Bonaire. Dort muss man eine Mooringtonne aufnehmen, denn das ankern ist hier überall verboten (Diver`s Paradise). Diese kostet 10,50 US$ pro Tag und Müll wird man im Jachthafen los, wo man auch Wasser für 12 US Cent die Gallone bekommt.

     

Am anderen Tag sind wir einklarieren gegangen. Zuerst zum Zoll, wo ich das erste Mal unsere Seenotrettungspistole abgeben musste. Von hier hatte man uns geraten zur Polizei zu gehen, um unsere Pässe ab zu stempeln. Diese verwies uns aber leider zur Immigration und ab da ging dann der Ärger los. "Was, Sie haben Ausreisepapiere vom 17. März, wo waren Sie die letzten 3 Wochen?" Ich erklärte dem Beamten, das wir noch auf diversen Inseln waren, wo es keine Behörden gibt. "Nein, das ist nicht zu akzeptieren, sie haben die letzten 3 Wochen Drogen geschmuggelt, 3 Tage braucht man von Puerto La Cruz zu uns, wo waren Sie die anderen Tage!" Ab da hätte ich Ihm am liebsten was auf die zwölf gegeben, aber dann wäre ein Knastaufenthalt sicher gewesen. Wie kommt man nun da wieder ins Reine. Na klar, dumm stellen und ab nun bloß nicht so viel Englisch verstehen, alles kein Problem für mich. Nun in Zukunft dürfen wir so etwas nicht wieder machen und ich habe den Beamten immer schön freundlich angelächelt und klein bei gegeben. Nach einer halben Stunde waren wir wieder draußen und heil froh, einklariert zu sein. "Dieses Arschloch !". In einer Woche will die SY "Antje" hierher kommen, also sofort eine Warnung an sie schicken. Sie sind dann mindestens 6 Wochen ohne Nachweis, der Beamte bekommt dann bestimmt einen Herzinfarkt, wenn er ihre Papiere sieht.

     

Am anderen Tag mieteten wir uns ein Auto für 49,- US$. Wir wollten im Norden von Bonaire den Nationalpark besuchen. Dort fährt man auf Pisten, mit hier und da großen Schlaglöchern. Die Natur erinnert an ein tiefes Mexiko, überall sind Kakteen in verschiedenen Formen und Farben. Dazwischen sind kleine Seenplatten, wo man Flamingos findet. Ab und zu führt der Weg auch am Meer vorbei, wo man ein Bad nehmen kann. Nach über 5 Stunden hatten wir den Rundweg hinter uns. Dieser ist gut mit seinen Sehenswürdigkeiten ausgeschildert. Der Eintritt kostet 10 US$ pro Person und das Ticket hat eine Gültigkeit von 1 Jahr.

     

Vom Norden sind wir anschließend in den Südteil der Insel gefahren. Dort gibt es eine Straße die an der Küste herum führt. Zu sehen gibt es dort die riesige Saline, wo Meersalz produziert wird. Die Südspitze markiert ein Leuchtturm, diesen konnten wir schon von weiten sehen.

     


Curacao 10.04.2006


Von Bonaire sind es 33 sm nach Curacao, Spaanse Water. Dieses ist ohne weiteres an einem Tag zu schaffen, denn die Ansteuerung sollte unbedingt bei Tageslicht gemacht werden. Von weiten ist diese schwer auszumachen, aber einfach zu befahren. Bei der Überfahrt habe ich es geschafft, den Spinnaker zu lange stehen zu lassen, so schnell konnte man gar nicht reagieren wie er vom Wind zerrissen wurde. Nun hoffen wir das es dem Segelmacher gelingt ihn wieder zu reparieren. Das Einklarieren war hier kein Problem, die Behörden wollten noch nicht einmal unsere Schiffspapiere sehen. Das was hier ungewöhnlich ist, das man eine Ankererlaubnis vom Hafenmeister braucht, dieses soll der Coast Guard weiter helfen Drogenschmuggler besser zu verfolgen. So die Erklärung ! Auf dem Ankerplatz haben wir auch nach über 16 Monaten die SY "Bora Fem" wieder getroffen und dieses zünftig begossen. Gegen Mitternacht kamen die ersten Beschwerden (Ruhestörung). Wir waren damals auf den Kanarischen Inseln lange Zeit zusammen.

     

 Die Busverbindung nach Willemstad ist optimal, stündlich und für 1,35 NAf. und man ist in 20 Minuten da. Die Häuser sind dort alle farbenfroh angemalt und erinnern schon an Holland. Hier und da sieht man auch Windräder. Diese pumpen Wasser aus der Erde um die Felder zu bewässern. Von hier musste Sylvia nach Hause fliegen, mit der KLM über Amsterdam in 8 Stunden und weiter nach Hamburg gab es keine Probleme.

Antje und Norbert hatten da noch ein Essen bei mir gut, es gab Nudelsoße mit Hack und Bohnen und dazu sollte es Spiralnudeln geben. Die Sosse war fertig und die Dose mit den Nudel stand schon bereit. Als das Wasser dann kochte, wollte ich die Nudeln dazu geben, aber was war das, viele kleine Rüsselkäfer kletterten da umher, brrrrr. Da ich keine anderen Nudeln gefunden hatte und A+N noch nichts gemerkt hatten, spülte ich sie im Sieb ab und siehe da, die Nudeln waren ohne Käfer zum kochen gekommen, hat geschmeckt!. Später hatte ich noch eine andere Dose mit Nudeln gefunden, ohne Käfer. In einer E-Mail meinte Sylvia " Wenn Du wüsstes was ich mit Dir mache!", und ein Freund meinte "Die Rüsselkäfer abzuspülen, soviel nahrhaftes Eiweiß!!".

     

Von Sarifundy`s Marina fährt täglich ein Bus umsonst, zu einem Supermarkt in dem man eine Stunde einkaufen kann und dann wieder zurück gefahren wird. Es gibt dort eine große Auswahl an Lebensmittel, sowie Obst und Gemüse. Die Preise sind in Ordnung, zwar teurer als in Venezuela, aber etwas billiger wie in Europa. Hier konnten wir endlich wieder Brotbackmischungen kaufen und andere Sachen die wir schon lange vermisst hatten. Bei Sarifundy bekommt man auch Wasser gegen eine geringe Gebühr und auf zwei Pontons ist ein Restaurant eingerichtet, wo Montag und Donnerstag Happy Hour ist, also Getränke zum halben Preis.

     

Zwischenzeitlich kam das "Aus" für unseren Spinnaker. Ganze 3 Bahnen hätten erneuert werden müssen und der hell blaue Stoff war schon ganz mürbe durch die viele Sonne. Somit beauftragte ich dann Rob Harms, den Segelmacher einen neuen zu nähen. Dieser bekommt auch dickeres Tuch mit den Farben weiß und blau, und ist zu Deutschland 600,- Euro billiger. Ca. 200,- Euro haben wir schon gespart, weil ich das Material selbst eingeführt habe, "Yacht in Transit", somit spart man hier die Mehrwertsteuer. Aber damit nicht genug, da war dann auch noch Wasser im Getriebeöl. Das heißt, dass ich aus dem Wasser musste und die Simmerringe am Saildrive gewechselt werden müssen. Bei Curacao Marina hatte man die Gelegenheit für 4 Tage an Land zu kommen. Das kostete 370,- US$, ich hatte keine Probleme, bin bestens raus und rein gekommen. Mit von der Partie war der Katamaran "Antares" mit Katrin und Alfred. Sie hatten das Pech, dass ihr Saildrive einen Riss hatte, wo das Wasser herein kam und sich mit dem Öl vermischte. Da hatte ich noch mal Glück gehabt!.

     

     

Nach dem aus schwarzem Antifouling rotes geworden war, verholte ich mich zurück nach Spaanse Water um dort auf Sylvia zu warten. Nun sind es noch 3 Tage und dann kommt sie zurück, schnell noch alles Sauber machen und auf räumen bevor es "Mecker" gibt.

 


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