Segeln von Portugal nach Porto Santo und Madeira 2003

 


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      Segeln von Portugal nach Porto Santo und Madeira 2003

Von Olhao kommend wollten wir uns noch einmal für die Überfahrt nach Porto Santo ausrüsten und wählten dafür Portimao (Portugal) aus, wo auch Kat. „Going“ schon auf uns wartete. Ingrid und Gorch bekamen auch noch einen Mitsegler (Gerd) an Bord, der die beiden bis Madeira begleiten sollte. Es wurde nun auf beiden Schiffen geputzt, gewaschen und Proviant gekauft. Als am anderen Tag Gerd bei „Going“ eintraf, legten sie gleich darauf ab und segelten nach Alvor, um dort auf uns zu warten. Am anderen Tag den 21.08.03 so um 12°° Uhr legten wir vom Stadthafen in Portimao ab. Wir wollten zu einer nahe gelegenen Lagune bei Alvor ankern, um uns im Internet für die Überfahrt nach Porto Santo wichtige Wetterinformationen zu holen. Als wir die Hafenausfahrt hinter uns gelassen hatten setzten wir Segel und gingen auf Kurs Alvor. Auf halben Weg rief uns Gorch auf UKW 73 und teilte uns mit das er schon im Internet war und man am besten heute noch los segeln sollte, denn in 2-3 Tagen würde der Wind schwächer wehen, sogar mit Windstille ist zu rechnen. Nach Beratung von uns, willigten wir ein und setzten Kurs auf das  Verkehrstrennungsgebiet (VTG) was ich im Osten passieren wollte, um dann anschließend auf Kurs 242° zu gehen. Der Wind drehte mit dem näher kommen an das VTG von SW auf W, und von 5 Bft. auf 4 Bft.. Somit war der Kapeffekt vorbei und auch die schon aus NW kommende Dünung hatte uns erfast. Nach einem Funkgespräch mit Gorch, stellten wir fest das „Going“ 7sm hinter uns war, denn es hatte mit dem Start bei ihnen noch etwas gedauert. Langsam wurde es dunkel und der Wind fing an etwas aufzufrischen und ging später sogar für kurze Zeit auf 5-6 Bft., wo dann die Segel gerefft wurden. Um 24°° Uhr funkten wir noch einmal und verglichen unsere Positionen, wo wir fest stellten das der Abstand immer noch so groß war. Darauf legte ich ein zweites Reff ins Großsegel ein, um noch langsamer zu werden. Am anderen Morgen um 8°° Uhr funkten wir wieder, um unsere Positionen erneut zu vergleichen. Die Verständigung war nun lange nicht mehr so gut und mein erster Gedanke: Man sind die weit zurückgefallen. Nachdem ich unsere Positionen verglich, konnte ich den Vorsprung einfach nicht Glauben. Nun waren es wir die das Schlusslicht bildeten und waren ganze12sm hinter „Going“. Alles ausreffen und wieder Fahrt aufnehmen und zwar so schnell wie möglich. Bis zum Ziel konnte ich machen was ich wollte wir kamen einfach nicht mehr dichter an “Going“ heran, zum Schluss waren es sogar über 20sm, die sie auch vor der uns nahenden Flaute rettete. Am 2. Tag führte ich über SSB mit uns anderen, bekannten Seglern Funkgespräche. Werner von der „Aphrodite“ gab uns dann auch den neusten Wetterbericht, wo mit weniger Wind zurechnen war. Alle anderen freuten sich über unser gutes vorankommen. Denn unser erstes ETMAL betrug 149sm und hätte mit Sicherheit mehr sein können, wenn wir nicht die ganze Nacht mit angezogener Handbremse gesegelt währen. Im allgemein wehte es den Tag mit 4 Bft. zum Abend flaute es zum ersten Mal auf 2-3 Bft. ab und ließ damit den Wetterbericht recht behalten. Bloß keine Flaute dachte ich mir, alles andere aber bloß das nicht. Als es dunkel wurde frischte der Wind, Gott sei Dank, wieder auf und es konnte im Sauseschritt weiter gehen. 24°° Uhr funkte ich über SSB mit Gorch um mal wieder unsere Positionen zu vergleichen, noch mehr Abstand! Von einen Windrückgang hatte Gorch nichts zu berichten, sie hatten immer 4 Bft. gehabt . In der letzten Nacht schlief dann um ca. 03°° Uhr der Wind langsam ein und somit blieb uns nichts anderes übrig als wiederwillig die Motoren zu starten. Also motorten wir die letzten 55sm bis Porto Santo. Mit dem Sonnenaufgang und dem heller werden konnten wir dann die Insel schon sehen, und wurde von Stunde zu Stunde immer größer. Bei der Ansteuerung bemerkte ich einen Strom, der ein Vorhalten von 7° erforderte und schnell ging die Wassertiefe von 4000 m auf nur 80 m hoch. Am 24.08.03 um 14³° Uhr ankerten wir nach drei Tagen und 2,5 Stunden (464sm) auf 5 Meter reinen Sandgrund und das klare Wasser verlockte so sehr das wir uns sofort hinein stürzten und zur „Going“ schwammen. Ein herzliches Hallo und die Einladung zum Abendessen waren des Schwimmers Lohn. Nach dem Bad ging ich mit Gorch zum Einklarieren um unser Dasein anzumelden.

          

Auf dem Weg dort hin begegnete ich die SY „Oceanis“ mit Dieter und Helga, die hatten wir letztes Jahr schon in Alvor kennen gelernt. Am anderen Morgen holte ich den TO – Stützpunktleiter Dieter Homeier ab, er hatte heiß ersehnte Briefe dabei. Er gab uns Tipps und Informationen über die Insel so wie Kartenmaterial. Am Nachmittag gingen die Crews von "Going" und "Tanoa" an Land, um einen ersten Eindruck von unserer neuen Umgebung zu bekommen. Schnell waren Supermarkt und Internet gefunden (was will man mehr). Für den anderen Tag organisierte Gorch eine geführte Rundfahrt über die Insel. 11km lang und 6km breit sagte man uns, diverse Aussichtspunkte wurden angefahren und über die Insel und deren Einwohner erzählt. In den nächsten Tagen lernten wir auch noch andere deutsche Yachten kennen. Von denen wir für unsere Weiterfahrt noch wertvolle Tipps bekamen. Nach genau zwei Wochen ankern starteten wir nach Madeira. Auf der Überfahrt hatten wir idealen Wind und an der Angel zappelte eine ca.40 cm lange Goldmakrele, diese wurde dann auch gleich an unserem Ankerplatz, in der Bucht Abra gebraten. Wir ankerten dort auf 10 Meter tiefe und wurden von den Fallböen und die lästige Dünung gebeutelt. Am anderen Morgen verholten wir nach Funchal.

          

 Dort angekommen ankerten wir auf 8 Meter tiefe vor dem Jachthafen, gingen an Land zum Einklarieren und um erste Eindrücke zu sammeln. Am anderen Tag den 9.9. mussten wir zum Flugplatz um Sylvias Tochter Beate abzuholen, sie durfte 14 Tage Urlaub bei uns machen. Irgend wann ging selbst uns das ewige Rollen und Schaukeln auf die Nerven, so das wir uns einen Hafenplatz besorgten, für 33,90 € pro Tag mit Strom und Wasser. Bei solchen Preisen dreht sich bei mir immer der Magen, aber was soll es!. Auf Madeira erlebten wir herrliche Levada Wanderungen, wo man  künstliche Wasserkanäle für die Bewässerung von Gärten und Plantagen angelegt hat. Diese führten durch Wälder mit verschiedenartigsten Bäumen und Sträucher hier und da konnte man auch einen schönen Ausblick in die Ferne genießen. Mit dem gut ausgebauten Busnetz sind so gut wie alle schönen Levadas zu erreichen. Wenn man überlegt, das wir für ca. 3,50 Euro pro Person über die halbe Insel fahren konnten, ist es nicht wert ein Auto zu mieten. Nur mit dem heißen Fahrstiel der Busfahrer muss man sich eben abfinden. Nach 14 Tagen im Hafen ging uns das quietschen der Fender und das nächtliche Getrampel übers Deck auf die Nerven, so das wir das Rollen am Ankerplatz wieder in Kauf nehmen wollten. Ich fand auch, das der Hafen genug an uns verdient hatte.

          

Nun mussten wir noch auf das Neue SSB Funkgerät aus Hamburg warten, was bestellt wurde. Am 07.10 kamen auch noch die Eltern von Michael. Die, die Überfahrt zu den Kanaren mitmachen wollten. Als wir sie vom Flugplatz abholten  war auf dem Ankerplatz eine steile Welle mit Wind aus Osten um 4 Bft. entstanden. Damit wurde das Anlanden mit dem Dingi am Kat zum nassen Abenteuer. Weiter geht es unter: Segeln auf den Kanaren!

 


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