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         Antennen-Tipps für Jachten

 Die aufgeführten Tipps sind gesammelte Erfahrungen aus dem Fahrtensegeln und aus dem Internet, diese möchte ich  gerne weiter geben um immer gut verstanden zu werden.

      Die beste Jachtantenne für praktisch alle Entfernungen, insbesondere aber für den Überseebetrieb, ist die Vertikalantenne. Ihre Länge sollte 0,6 Lambda nicht überschreiten. Sie ist möglichst weit und frei vom Rigg, also üblicherweise am Heck einer Jacht anzubringen. Eine leichte Neigung nach achtern (bis 10°) empfiehlt sich, um möglichst weit vom Rigg zu kommen, und das sieht außerdem gut aus. Gerne benutzt werden Angelruten (Achtung: keine Karbonverstärkten Ruten verwenden! Diese isolieren den Funkstrahl bis zu 2 S-Meter). Aber auch kommerzielle Wippantennen, wie sie auf Motorjachten gebräuchlich sind. Mit einer Angelrute von 7-8 Meter ist man gut beraten. In der Rute wird dann der Draht von ca. 2,5 mm² eher mehrverlegt und gegen klappern gesichert. Die Verwendung eines Automatikantennentuners in der Nähe (so nah wie möglich) des Antennenfußpunktesgestattet es, die Vertikalantenne auf praktisch alle KW Frequenzen anzupassen. Es kann also auch auf Grenzwelle oder auf Schiff-Schiff-Frequenzen Betrieb gemacht werden.

 

             

      Achterstag-Antennen sind Kompromiss-Antennen, weil sich der Strahler zu nahe am Rigg befindet. Das ist z.B. auf einer Ketsch besonders ungünstig.

      Wenn man keine Wahl hat, sollte die Achterstag-Antenne so beschaffen sein, dass

  1. Der Topisolator möglichst mehr als einen Meter vom Mast entfernt ist.

  2. Der untere Isolator möglichst tief angebracht wird

  3. Die Gesamtlänge zwischen den Isolatoren 12 ?15 Meter nicht überschreitet (gilt für 14 MHz ), bei zu großer Länge wird das vertikale Abstrahldiagramm in ungünstiger Weise aufgefächert.

  4. Der Tuner möglichst nahe an der Antenne angeordnet wird.

 

      Bei doppeltem Achterstag ist das nicht benutzte Stag im Top und in Mannshöhe über dem Cockpit mit Isolatoren zu versehen. Die isolierte Länge sollte so gewählt werden, dass keine Resonanz auf einem der benutzten Bänder entsteht. Empfohlene Länge 8,5 m oder 11,6 m .

 

Automatik-Antennentuner sollten bei Verwendung so nahe wie möglich am Antennenfußpunkt angeordnet werden. Bewährt hat sich der SMAT-TUNER Typ SG 213, er arbeitet unabhängig vom verwendeten Transceiver und benötigt keine gesonderte Zuleitung, jedoch 12 Volt Versorgung mit Ein / Ausschalter. Besonders wichtig ist, dass der Erdungsanschluss vom Tuner mit der Schiffserde, also mit möglichst vielen Metallteilen im Schiff elektrisch verbunden wird. Geeignet sind: Seereling, Motorblock, Getriebe, Metalltanks, Kielbolzen etc. Hat man diese in nicht genügender Form nicht zur Verfügung, so kann man sich eine ca. 2 m² große Kupferfolie (0,1 ? 0,5 mm dick) besorgen und diese zusätzlich am Tuner anschließen. Jeder dieser Erdungspunkte ist getrennt über ein möglichst kurzes und dickes Kupferkabel ( z.B. Erdungsband )mit dem Tunererdungspunkt zu verbinden. Von Erdungsschwämmen an der Schiffsaußenhaut ist abzusehen, sie setzen sich durch Bewuchs zu schnell zu. Bei Stahl und Aluschiffen ist die Schiffswand in der unmittelbaren Nähe des Tuners die beste und einzig notwendige Schiffserdung. Wenn es unvermeidbar ist, zwischen Antenne und Tuner ein längeres Zuleitungskabel durch das Schiff zu verlegen, dann muß ein abgeschirmtes Koaxialkabel bis zum Austritt aus dem Rumpf  benutzt werden, um unerwünschte Abstrahlung (HF) im Schiff zu vermeiden. Es sollte in diesem Fall ein Kabel mit geringer Dämpfung Anwendung finden z.B. RG 213 oder besser noch H 500.Werden mehr als eine Antenne auf einer Jacht benutzt, so ist Sorge zu tragen, dass die jeweils nicht betriebene Antenne außer Resonanz ist.Die gegenseitigen Beeinflussungen können erheblich sein. Das Rigg eines Schiffes wirkt wie ein Reflektor, so das achterlich am Schiff angebrachte Antennen eine Vorzugsrichtung aufweisen, nämlich nach achtern. Der Effekt kann bei Weitverkehr (dx) bis zu 10dB ausmachen.

     Allgemeine Fehler die gerne gemacht werden !

  1. Das Versorgungskabel zum Sender ist im Querschnitt zu klein. Ein Transceiver zieht bei 100 Watt Sendeleistung um die 10-15 Ampere, daher sollte man aus Sicherheitsgründen mindestes 6 mm² verwenden. Je nach Länge !!
  1. Empfang wird durch Bordeigene Störgeräusche gestört die vom Kühlschrank, Megapulser oder Spannungswandler hervorkommen können. Das im Betrieb befindliche Ladegerät kann selbst vom Nachbarschiff stören.
  1. Der Empfänger hört unerwartet nur schwer, Verständigung ist nicht gut. Dann sollte man die Spannung beobachten. Denn unter 12 Volt ist ein einwandfreier Funkverkehr nicht gewährleistet. Mit unter ist dabei auch ein Tunen nicht möglich.
  1. Die Antenne ist zu dicht am Rigg oder Wanten, diese schlucken die Energie regelrecht auf und mindern so die Leistung. Selbst in Hafen, wo viele Masten um einen herum sind wird die Leistung gemindert.
  1. Die benötigte Schiffserde ist zu gering ausgelegt.

 


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